ATEM bewusst gegen SCHMERZEN und ANGST einsetzen

So funktioniert’s: Atme bewusst langsam durch die Nase tief in den unteren Bauch ein. Halte die Luft kurz an. Lass die Luft dann ruhig und gleichmässig durch den Mund wieder raus. Finde einen gleichmäßigen Rhythmus. Ideal sind etwa 5–6 Atemzüge pro Minute.
Noch stärker wird’s, wenn du die Ausatmung länger machst als die Einatmung.
Warum das hilft: Dein Atem ist direkt mit deinem Nervensystem verbunden. Wenn du bewusst langsamer atmest, aktivierst du den Teil deines Systems, der für Ruhe und Regeneration zuständig ist – den Parasympathikus.
Das passiert dann in deinem Körper:
- dein Herzschlag wird ruhiger
- Stresshormone sinken
- Muskelspannung lässt nach
- dein Schmerzempfinden verändert sich
Studien zeigen sogar: Allein durch verlangsamte Atmung kann Schmerz als weniger intensiv wahrgenommen werden.
🗝 Der Schlüssel liegt in der AUSATMUNG.
Lange, kontrollierte Ausatmung aktiviert deinen Vagusnerv und genau der bringt dein System runter.
Eine der effektivsten Techniken: Der „physiologische Seufzer“ Zweimal kurz durch die Nase einatmen, dann lang durch den Mund ausatmen. Das kann dein Nervensystem innerhalb von Sekunden resetten.

Was viele unterschätzen: Schmerz ist nicht nur körperlich. Er wird im Nervensystem verarbeitet und genau dort kannst du ansetzen.
❌ Wenn du hektisch atmest oder die Luft anhältst – bleibt dein Körper im Alarmmodus.
✅ Wenn du ruhig atmest – schaltest du aktiv runter.
Dein ATEM ist deine GUIDELINE!
Wenn es richtig krass wird, vergiss nicht: Er ist die direkte Verbindung zwischen dir und deinem zentralen Nervensystem. Das ist der Punkt, an dem du sofort Einfluss auf deinen Körper nehmen kannst.
👉 Ohne Hilfsmittel, ohne Vorbereitung.
Diese Art zu atmen wird nicht nur bei Schmerz eingesetzt. Sie ist ein bewährtes Tool in extremen Situationen. Bei Panikattacken, intensiven Angstzuständen oder auch in bewusstseinsveränderten Zuständen (z. B. bei überwältigenden Erfahrungen oder Trips). Hier haltest du dich fest damit du nicht verloren gehst!
Warum?
Weil dein ATEM dein Anker im Chaos ist.

Wenn dein Kopf rast, deine Wahrnehmung kippt oder sich alles zu viel anfühlt, gibt dir der Atem etwas, das stabil bleibt. Etwas, das du kontrollieren kannst, wenn sich sonst alles unkontrollierbar anfühlt.
🛟 Er wird zur Sicherheitsleine. Zum dem Punkt, der dich im Sturm festhält.
Du musst nichts „wegmachen“.
Du musst nichts „unterdrücken“.
👉 Du gehst einfach zurück zum Atem.
👉 Ein. Aus. Ruhig. Gleichmäßig.
Genau dadurch holst du dich selbst ZURÜCK.
💡 Merke: Egal wie intensiv es wird… Solange du deinen Atem kontrollieren kannst, hast du einen direkten Zugang zurück zu dir.
Das ist keine Kleinigkeit. Das ist eines der stärksten Werkzeuge, die du hast!

Original Artikel: „slow breathing reduces pain perception“
Von Arthur Craig, Journal PAIN® – Phoenix 2010

Super spannender Beitrag zum Thema Atmung und Schmerzbewältigung! 🙌
Gerade der Ansatz, Schmerzen durch bewusste Atemtechniken zu beeinflussen, wird ja auch wissenschaftlich immer mehr bestätigt. Studien zeigen, dass achtsames oder langsames Atmen die Schmerzintensität reduzieren und sogar Ängste lindern kann.
Ich finde es besonders wertvoll, dass hier ein einfacher und alltagstauglicher Weg gezeigt wird, wie man selbst aktiv etwas gegen Schmerzen tun kann, ganz ohne Medikamente. Atemübungen sind nicht nur bei akuten Beschwerden hilfreich, sondern können auch langfristig bei chronischen Schmerzen unterstützen.
Danke für diesen hilfreichen Beitrag. Mehr Inhalte zu Atemübungen, Achtsamkeit und natürlicher Schmerzreduktion wären wirklich spannend! 😊
LG Betti
Wow, ich habe die beschriebene Atemtechnik bei meiner letzten Tattoo-Session ausprobiert und bin wirklich überrascht, wie gut das funktioniert hat!
Ich habe mich bewusst auf eine ruhige, tiefe Bauchatmung konzentriert, langsam durch die Nase eingeatmet, den Atem kurz gehalten und dann ganz kontrolliert und länger durch den Mund wieder ausgeatmet. Besonders geholfen hat mir dabei, den Fokus komplett auf den Atem zu legen und nicht auf den Schmerz.
Normalerweise sind bestimmte Stellen beim Tätowieren für mich ziemlich schmerzhaft, aber durch diese Atemtechnik war der Schmerz deutlich gedämpfter und viel besser auszuhalten. Es war fast so, als würde der Körper in einen ruhigeren Zustand wechseln und die Intensität der Schmerzen spürbar runterfahren.
Ich hätte nicht gedacht, dass so eine einfache Methode so einen großen Unterschied machen kann. Für mich ist das definitiv ein Gamechanger. Nicht nur bei Tattoos, sondern auch für zukünftige Situationen, in denen man mit Schmerz umgehen muss.
Danke für diesen tollen Beitrag! 🙏
Ich habe den Beitrag auf inksbruck.at zum Thema „gegen Schmerz atmen“ und Atemtechniken zur Schmerzreduktion gelesen und direkt selbst ausprobiert und ich bin wirklich beeindruckt, wie gut es funktioniert.
Bei meiner letzten Tattoo-Session habe ich bewusst die beschriebene Atemübung zur Schmerzbewältigung angewendet: langsames, tiefes Einatmen durch die Nase, kurzes Halten und ein deutlich verlängertes, kontrolliertes Ausatmen durch den Mund. Genau diese einfache Technik hat mir geholfen, den Fokus vom Schmerz wegzulenken und meinen Körper deutlich zu beruhigen.
Gerade bei intensiveren Schmerzstellen beim Tätowieren war der Unterschied für mich klar spürbar, der Schmerz war nicht weg, aber deutlich gedämpfter und viel besser kontrollierbar. Es fühlte sich an, als würde das Nervensystem in einen ruhigeren Zustand wechseln.
Auch im Alltag nutze ich nun diese Atemtechnik gegen Stress und Schmerz, weil sie schnell wirkt und ohne Hilfsmittel funktioniert. Für mich ist das eine sehr wertvolle Methode aus dem Bereich Achtsamkeit, Atmung und natürliche Schmerzregulation.
Danke für diesen hilfreichen Beitrag auf inksbruck.at Solche Inhalte sind wirklich wertvoll und alltagstauglich!
Richtig guter Beitrag 👍 Ich hätte nie gedacht, dass bewusste Atmung so einen starken Einfluss auf Schmerz haben kann. Klingt simpel, macht aber total Sinn.
Sehr spannend erklärt! Ich werde das beim nächsten Mal definitiv bewusst ausprobieren, gerade in stressigen Momenten beim Tätowieren oder bei Schmerzen allgemein.
Ich finde diesen Ansatz extrem spannend, weil er endlich einmal erklärt, warum Atemtechniken gegen Schmerz überhaupt funktionieren und nicht nur dass sie funktionieren.
Was mich besonders fasziniert: Die Verbindung zwischen Atmung und dem autonomen Nervensystem wird hier richtig greifbar gemacht. Wenn man versteht, dass bewusst langsames, kontrolliertes Atmen den Körper aus dem Sympathikus (Stressmodus) in den Parasympathikus (Regeneration) bringen kann, ergibt plötzlich alles Sinn. Genau dort entstehen dann auch Effekte wie reduzierte Muskelspannung, geringere Schmerzverstärkung im Gehirn und eine veränderte Wahrnehmung von Intensität.
Ich habe selbst schon erlebt, dass sich Schmerz „verschiebt“, sobald ich die Atmung aktiv steuere nicht weil der Reiz weg ist, sondern weil das Gehirn ihn anders bewertet. Und genau dieser Mechanismus wird hier super nachvollziehbar beschrieben.
Besonders beeindruckend finde ich, wie stark etwas so Einfaches wie der Atem auf Prozesse wie Aufmerksamkeit, Angst und Schmerzmodulation wirkt. Das ist im Grunde ein direkter Zugriff auf das körpereigene Schmerzsystem. Etwas, das in der klassischen Betrachtung oft komplett unterschätzt wird.
Für mich ist das weniger „Trick“ und mehr ein biologisches Werkzeug, das wir viel bewusster nutzen sollten.